P6 Mini-Beamer im Test: Ultra kompakter Multimedia-Projektor

by Bliing Content Team 0

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Ob Beamer oder Projektor, meist ist mit beiden Namen das gleiche Produkt gemeint: Ein Projektionsgerät, das digitale Inhalte des Notebooks, Smartphones oder der Spielekonsole auf eine große Wand projiziert, um diese in größerer Form konsumieren zu können. Beamer sind meist jedoch sehr unhandlich und waren besonders früher sehr schwer. Heute möchten wir euch mit dem P6 einen Mini-Projektor vorstellen, der etwa so groß ist wie ein Golfball. Was er kann und ob er uns überzeugen konnte, das sagen wir euch im folgenden Testbericht.

Während Beamer früher noch groß und schwer waren, sind Projektoren für den Heimgebrauch mittlerweile kompakt und dennoch leistungsstark. Wir wollten uns deshalb mal den P6 ansehen, der gerade mal so groß ist wie ein Golfball – genauer 43mm x 43mm x 45mm. Geliefert wird der kleine Knirps in einer quadratischen Verpackung, die oben – gut gesichert – den P6 Mini-Beamer zum Vorschein bringt. Darunter befindet sich eine weitere Verpackung, die den Netzstecker, ein Verbindungskabel von USB auf Micro-USB, die Bedienungsanleitung und ein praktisches Stativ (inkl. Beamer-Halterung) beinhaltet.

Lieferumfang mit praktischem Dreibein-Stativ

Ausgepackt ist alles recht fix und so befindet sich der Mini-Beamer auch schnell in unseren Händen. Bemerkbar macht sich jetzt bereits das Gewicht des Projektors, dieser liegt nämlich hochwertig in der Hand und macht einen robusten Eindruck. Rund 480 Gramm bringt der Knirps auf die Waage und soll eine Gesamtleistung von 5 Watt aufbringen können. Zusammen mit dem internen Akku mit 3,7 Volt und 2.000 mAh Kapazität kommt man auf ein mobiles Multimedia-Erlebnis von 1,5 Stunden. In unserem Test konnten wir die gleiche Wiedergabezeit beim Abspielen von Videos via microSD-Karte bestätigen. Im Schlepptau mit einem via Wifi gekoppelten iPhone sinkt die Wiedergabezeit auf rund 45 bis 60 Minuten.

Blickt man frontal auf den Beamer sieht man die Linse für die LED-Lampe, die Bilder an die Wand wirft. Weiter unten befindet sich der aufgedruckte Schriftzug „P6 Smart Projector“. Betrachtet man nun die linke Seite so blickt man auf das Fokus-Rädchen, das später ein scharfes Bild ermöglicht. Darunter ist ein Gitter für den eingebauten Lüfter sowie für den Lautsprecher und dazwischen der microSD-Karten Slot, um Videos, Filme, Bilder oder Musik wiederzugeben. Auf der rechten Seite sieht man einen Reset-Loch, sonst ist diese Seite baugleich mit der linken.

Auf der Rückseite hat der P6 Mini-Beamer neben dem Lüfter-Gitter noch die microUSB-Buchse, um den Projektor aufzuladen, ihn via OTG mit anderen Geräten zu koppeln, sowie einen Kopfhörer-Ausgang, wenn man nicht den integrierten Lautsprecher mit einem Watt Leistung nutzen möchte. Zur Steuerung des Beamers wurde keine Fernbedienung beigelegt, da man ihn über die Touch-Tasten auf dem Kopf bedient, wo sich auch der mechanische On-/Off-Button befindet. Soviel zum Gehäuse des P6, jetzt können wir uns mal seinem Funktionsumfang widmen.

FullHD-Unterstützung bei 80 Lumen Lichtleistung

Die native Auflösung ist bei Beamern wohl der wichtigste Punkt und die ist beim P6 geringer als beim Durchschnitt normaler Beamer. Doch der P6 ist auch kein normaler Beamer, denn die Auflösung ist wohl seinem kompakten Gehäuse geschuldet. Die native Auflösung liegt bei 480p, dennoch erlaubt der Beamer die Wiedergabe von Filmen bis zu 1080p. In unserem Test sind wir mit der Detailreiche des Bildes gut klargekommen, lediglich beim Lesen von Texten oder einzelnen Wörtern ist die geringe Auflösung negativ aufgefallen. Das Schauen von Filmen oder Betrachten von Bildern war kein Problem. Unterstützt werden hierbei die gängigsten Video-, Audio- und Bild-Formate.

Nun kommen wir mal zum Bild selbst. Dieses wird durch eine DLP Optical Engine ermöglicht, die durch ihre energiesparsame Art und dem genutzten Material bis zu 30.000 Lampenstunden erlaubt. Somit könnte man den Beamer 20 Jahre lang jeden Tag mehr als 4 Stunden lang nutzen, bis die Lampe im Inneren den Geist aufgibt. Das Bild wirkt, je nachdem wie dunkel der Raum ist, sehr farbenfroh und kontrastreicht, sollte jedoch mit keinem hochklassigen Projektor verglichen werden. Für den Otto-Normal-Verbraucher ist das Bild jedoch durchaus zufriedenstellend und macht jeden Tag aufs Neue Spaß beim Anschauen.

Wir haben im Folgenden ein paar Bilder eingebunden, die euch zeigen sollen wie das Bild auf mittlerer bis großer Entfernung ist – etwa drei Meter von der Wand entfernt. Dazu sei gesagt, dass sich die DLP-Lampe auf 80 ANSI-Lumen beruft, diese jedoch auch erbringen kann. Die projizierten Bilder sind somit in einem hellen Raum und auf großer Distanz nur schwer erkennbar, in einem vollständig abgedunkelten Raum dafür klar sichtbar und problemlos zu erkennen. Auf mittlerer Distanz (1-2 Meter Entfernung zur Wand) kann der Beamer auch bei leicht abgedunkeltem Raum genutzt werden. Die Ergebnisse überzeugen und wir sind heute noch überrascht wie hell ein so kompakter Beamer leuchten kann.

P6 Mini-Beamer im Einsatz

Beispielfilm „Sweet Cocoon“ 2015 via microSD-Karte abgespielt

iPhone 6 gekoppelt via AirPlay

Gekoppelt mit einem MacBook 12 Zoll (2016) via AirPlay

Die Verbindung ist ein wichtiger Punkt beim P6 Mini-Beamer, denn hier kann er ordentlich punkten. Die Wiedergabe von einem USB-Stick via Adapter oder der microSD-Karte über den integrierten Slot ist kein Problem – doch der Mini-Projektor kann noch mehr. So werden Smartphone, Spielekonsole oder Tablet nicht nur via OTG-Verbindung und dem passenden Adapter-Kabel verbunden, sondern auch via 2,5 GHz Wifi-Konnektivität. Dafür navigiert man sich nach dem 5-sekündigen Einschaltvorgang einfach auf den Menü-Punkt „DLNA“ oder „Apple“ und schon baut der Beamer sein eigenes Netzwerk auf. Hier kann man sich dann direkt mit dem iPhone oder dem MacBook via AirPlay verbinden. Alles ohne Probleme und beinahe verzögerungsfrei.

Apple- und Android-Geräte schnell und drahtlos verbinden

Möchte man das Android-Smartphone oder den Windows-Rechner koppeln, funktioniert das ebenso einfach mit dem Menü-Punkt „Android | Windows“. Alle anderen Geräte wie die microSD-Karte oder USB werden mit dem Punkt „Media Player“ aktiviert. Die „Settings“ sind wohl selbsterklärend und geben uns im Test die Möglichkeit die Sprache umzustellen oder die Helligkeit des Beamers anzupassen.

Der P6 Mini-Beamer projiziert aus 3 Meter Entfernung auf die Wand in einem leicht abgedunkelten Raum

Hier projiziert der P6 Mini-Beamer aus 3 Meter Entfernung auf die Wand in einem vollständig abgedunkelten Raum

Mit im Lieferumfang enthalten ist außerdem ein Dreibein-Stativ, das mit seinen Teleskop-Beinen stabil aufgestellt werden kann. Auf dem Kopf befindet sich ein Standard-Stativgewinde, das mit einer Beamer-Halterung bestückt wird. Die Halterung für den Beamer kann man theoretisch auch an ein vollwertiges Stativ schrauben, doch für unseren Test hat das mitgelieferte Dreibein-Stativ, das wir auf ein Regal stellten, ausgereicht. Auch praktisch war der Anschluss an eine Powerbank. Diese sollte mindestens einen Ladestrom von 2,1 Ampere unterstützen, um den Beamer auch während des Betriebs wieder aufladen zu können. Ist das der Fall, steht einem langen Filmgenuss nichts mehr im Wege.

Fazit zum Mini-Projektor P6

Besonders gut gefallen hat uns der P6 Mini-Beamer im Hinblick auf seine kompakten Maße und der damit verbundenen Flexbilität. Denn der Projektor kann einfach überall hin mitgenommen werden, findet schnell seinen Platz im Rucksack oder der Tasche und ist ebenso flott wieder einsatzbereit. Ebenso praktisch und auch fortschrittlich ist die Konnektivität des P6 – die Verbindung mit einem Smartphone-, Tablet- oder Notebook verlief fehlerfrei und klappte sogar ohne Anleitung auf Anhieb. So sind der Familie schnell mal ein paar Urlaubserinnerungen gezeigt – mit dem iPhone als Fernbedienung – oder aber ein kleines Video, das über den Tag gedreht wurde, findet seinen Weg auf die Wohnungswand.

Bei langem Gebrauch über einer Stunde wird der Projektor sehr warm, daher empfiehlt auch der Hersteller die Platzierung an einem offenen Platz, wo die Lüftungsschlitze nicht abgedeckt werden und der Projektor Platz zum „Atmen“ hat – von selbst ausgeschaltet hat er sich jedoch noch nicht. Maximal war der Beamer mal 2,5 Stunden bei einem Film mit Überlänge im Einsatz. Uns hat der Pocket-Beamer überzeugt und wird wohl auch in Zukunft öfter mal zu den Eltern oder Freunden nach Hause genommen werden, um von der letzten Städtereise oder dem Urlaub zu erzählen. Für rund 200 Euro kann der P6 bestellt werden.


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